Man schätzt, dass ca. 20 % der Bevölkerung Rumäniens Zigeuner sind. In keinem anderen Land stellen Zigeuner einen vergleichbar hohen Anteil an der Bevölkerung. Es gibt unter Ihnen auch zahlreiche Gebildete und Wohlhabende, die ihren Platz in der Gesellschaft gefunden haben. Leider gehört aber der größte Teil von Ihnen zu den Ärmsten der Armen. Vielfach leben sie in wirklich menschenunwürdigen Unterkünften. Bei uns in Deutschland haben in der Regel die Tiere bessere Behausungen, wenn dem nicht so wäre, würden die Tierschützer kommen um diese Verhältnisse zu ändern.
Die Regierung versucht das Land auf den Beitritt in die Europäische Union vorzubereiten. Da bleibt kein Raum, sich um die Ärmsten zu kümmern. Vor allem die Kinder in den Dörfern leiden unter der Armut.
Gerade hier setzt die Hilfe von City Hilfe International an.
In Verbindung mit » HILFE-Kinder in Not e.V. aus Landau werden Kinderprojekte unterstützt und finanziert. Derzeit haben wir die Patenschaft von zwei Projekten übernommen.
Kinderprojekt IERNUT
Iernut – ein kleines Städtchen an der E 60, zwischen Cluj (Klausenburg) und Tirgu Mures (Neumarkt) in Siebenbürgen gelegen.
Hier betreuen seit Jahren einige Mitarbeiter über 50 Kinder. Bisher trafen sie sich regelmäßig im Wohnzimmer von Babu Dragoi. Er stellte diesen Raum ganz der Gemeinde und den Kindern zur Verfügung, obwohl sein Haus nur aus zwei weiteren Zimmern verfügte.
Seit 2003 haben wir die Patenschaft für drei Mitarbeiter (Remus, Elena und Vilma) übernommen. Durch Spenden von Mitgliedern und Freunden der City Gemeinde konnte im Jahr 2004 ein Haus erworben werden, welches dann umgebaut und im September 2005 feierlich eingeweiht wurde.
Die Kinder kommen nun täglich zusammen und lernen, Gedichte, Lieder und Bibeltexte. Sie erhalten immer eine Kleinigkeit zu Essen. Demnächst soll mit Schulvorbereitung und Hausaufgabenbetreuung begonnen werden. Hierzu suchen wir noch geeignete Mitarbeiter. Bitte betet für dieses Anliegen.
Seit Oktober 2005 unterstützen wir eine neue Mitarbeiterin Timea aus Ludus. Sie stammt aus einer ungarischen Familie und studiert in Tirgu Mures. Die bisherige Mitarbeiterin Vilma musste leider aus familiären Gründen aufhören.
Sonntags finden im dem Haus Gottesdienste statt. Der Raum fasst bis zu 100 Erwachsene und 50-70 Kindern. Remus Moldovan, der Leiter der Gemeinde und des Kinderprojekte betreut zudem eine weitere Gemeinde in Tirnaveni, etwa 20km entfernt. Auch hier treffen sich bis zu 50 Personen in einem kleinen privaten Raum, den ein Mitarbeiter der Gemeinde zur Verfügung stellt.
Derzeitige unterstützen wir das Projekt mit ca. 400,00 € monatlich. Hierin sind die Gehälter der Mitarbeiter und die Kosten für Lebensmittel enthalten.
Kinderprojekt DRAGOSLAVELE
In den südlichen Karpaten im Dorf DRAGOSLAVELE hat das Hilfswerk der City Gemeinde Karlsruhe – City Hilfe International - seit Januar 2005 die Patenschaft für ein weiteres Kinderprojekt übernommen. Es liegt etwa 10 km nördlich von Cimpelung, auf der Straße Brasov-Cimpelung. Außerhalb der Ortschaft gibt es in einer Talschlucht ein kleines Viertel mit etwa 400 Familien. Sie leben in großer Armut.
Es gibt zum Teil Steinhäuser, allerdings ziemlich einfach und viele Hütten aus Holz & Lehm. Es gibt im Ort ein Schulgebäude, welches vom Staat betrieben wird. Hin und wieder besuchen Bären und Wölfe das Dorf und reißen Tiere. Landschaftlich liegt es sehr idyllisch doch die Armut ist unübersehbar.
Nelu Ghindea, Mitarbeiter von Hilfe – Kinder in Not e.V. besucht dieses Dorf seit etwa 12 Monaten wöchentlich und macht dort eine Bibelstunde. Sie sind sehr offen und freundlich.
Seit Frühjahr 2005 betreuen zwei Mitarbeiterinnen in diesem Dorf ca. 50 Kinder. Luminita Ghitu und Magda Ghindea, die Frau von Nelu Ghindea betreuen seit Frühjahr 2005 über 50 Kinder in diesem Dorf. Sie versammeln sich zwei bis dreimal pro Woche in einer kleinen Hütte (ca. 3 x 3 Meter).
In der nähe der Schule besteht die Möglichkeit ein Grundstück zu kaufen. Dies soll in den nächsten Wochen verwirklicht werden. Hier soll nun durch Unterstützung von City Hilfe International ein Haus gebaut werden, in dem die Kinderbetreuung intensiviert werden kann. Ziel ist es den Kindern Schulvorbereitung, Hausaufgabenhilfe und auch geistliche Betreuung zu bieten.
Zusätzlich wird eine Gemeindegründung in diesem Ort angestrebt. Der Wunsch von einigen Dorfbewohnern ist, eine eigene Gemeinde zu haben. Der Dorfälteste ist ein 73jähriger Mann namens Aaron. In einem Zimmer seines Hauses versammeln sie sich derzeit einige Gemeindeglieder zum Gebet.
Im Sommer 2005 durfte ich zusammen mit meinem Schwager Willi diesen Ort besuchen. Eine unbeschreibliche Armut haben wir vorgefunden. Wir wurden zu einer Hütte gerufen und durften dort mit einer kranken Frau beten. Diese Frau wohnt mit ihrem Mann in einer Hütte von vielleicht 2 x 3 Meter Größe. In dem Raum standen lediglich ein armseliges Bett und ein Stuhl. In der Wand war ein Ofen eingebaut, auf dem eine Kochstelle war. Diese Frau ist seit Jahren bettlägerig und benötigt jeden Monat Medikamente für ungefähr 40,00 €. Dies bei einem Monatslohn von oft nicht einmal 50,00 €.
Überall begegnet man einer solchen Not und man möchte gerne jedem helfen, doch leider ist dies nicht möglich. Unser Ziel ist es vor allem in die Kinder zu investieren, damit eine neue Generation heranwächst und sie dann lernen sich selbst zu versorgen.
Derzeit fallen monatliche Kosten für das Projekt in Dragoslavele an:
2 Mitarbeiterinnen à 50 €, 100 € Lebensmittel, 100 € Fahrtkosten der Mitarbeiter, 50 € Miete
City Hilfe International
City Gemeinde Karlsruhe e.V.
Pfannkuchstraße 2
76185 Karlsruhe
office@city-gemeinde.de
www.city-gemeinde.de
Die Projektabwicklung und der Betrieb der Kindertagesstätten erfolgt vor Ort durch Mitarbeiter von HILFE-Kinder in Not e.V. Es fallen keinerlei Verwaltungskosten oder sonstige Kosten an. Alle Spenden werden zu 100 % nach Rumänien weitergeleitet. Die Organisation der Hilfsmaßnahmen und auch die Fahrten nach Rumänien werden von privaten Spendern finanziert.
Für die Spende können wir eine Spendenbescheinigung für die Förderung von gemeinnützigen Zwecken ausstellen. Diese kann zur Minderung der Steuerlast bis zu 5 % des Einkommens abgesetzt werden.
Unser Dank gilt allen Spendern, die uns bisher bei dieser Arbeit unterstützt haben. Nur durch die vielen Kleiderspenden, Sachspenden und natürlich auch der erheblichen Geldspenden kann und konnte diese Hilfe weitergereicht werden.
Besonderen Dank auch an die Gemeinde entschiedener Christen in Zaisenhausen, die uns (besonders Ulrich Schmid) bei unseren bisherigen Hilfstransporten tatkräftig mit Arbeitskraft, Hilfsgütern und Logistik unterstützt haben. Ebenfalls auch Dank an den Christenhilfsdienst Nehemia in Nidda, dessen Mitarbeiter Hansi Schuster in Rumänien die Zollpapiere immer wieder anfertig. Ganz besonderen Dank gilt an Robert Kraus mit Familie (Lenutza, Thomas und Norbert) aus Bratei (Rumänien). Er ist der Leiter der Rumänienarbeit des Internationalen Hilfswerkes für Zigeuner e.V. und HILFE-Kinder in Not e.V. in Rumänien. Nur durch seinen hingegebenen Einsatz kann die ganze Arbeit vor Ort auch gemanagt werden. Er ist unermüdlich im Einsatz für die Ärmsten der Armen. Bitte betet für Ihn und seine Familie und auch für alle Mitarbeiter um Bewahrung, Versorgung und Schutz.
Michael Heinzmann